Fortbildung für Mini- und Grundschulbasketball in Bochum erfolgreich durchgeführt

  Mit 16 Teilnehmern – Minitrainer und Grundschullehrer – war der Lehrgang am 13.12.2017 erfreulich gut besucht. Die Sporthalle wurde netterweise von der Lina-Morgenstern-Grundschul...

AstroLadies gewinnen körperbetontes Match

NB Oberhausen : VFL AstroStars Bochum           54:57 (12:24; 14:10; 15:13; 13:10) Nach dem Offensivspiel im Pokal war diesmal die defensive Leistung...

Thriller in der Rundsporthalle – Derbysieg der SparkassenStars gegen S04

Die VfL SparkassenStars haben das Derby gegen den FC Schalke 04 mit 106:98 nach zweifacher Verlängerung gewonnen und die Erlebniswelt Rundsporthalle in ein Tollhaus verwandelt. Vor der Saisonreko...

AstroLadies ziehen in das Viertelfinale ein

BSV Wulfen : VFL AstroStars Bochum   69:90 (14:24; 17:28; 14:17; 24:21) Beim Tabellenführer der Landesliga 4 machten die Ladies bereits in der 1. Halbzeit alles klar. Durch einen beein...

Knaller zum Jahresabschluss – VfL SparkassenStars empfangen am Samstag den FC Schalke 04

Das letzte Heimspiel des Jahres 2017 in der Bochumer Rundsporthalle ist noch mal ein absoluter Knaller, wenn die sich im Aufwind befindlichen SparkassenStars vor hoffentlich großer Kulisse auf d...

We are the WEST CARBON BASKETS 2017/18 - JBBL wir kommen

News / Aktuelles

Es laufen die letzten Sekunden im Spiel gegen die Young Gladiators aus Trier. Wir führen mit inzwischen 12 Punkten, doch ich bin immer noch im Tunnel, versuche fokussiert zu bleiben. Erst als die Sirene und ihr schriller Laut ertönt, strecke ich beide Hände in die Luft, balle meine Fäuste so stark, dass meine Knöchel weiß hervortreten. Ein wilder Mix aus Gefühlen ist im Anflug. Da ist erstmal die Erleichterung, Druck der abfällt. Direkt gefolgt von einer Ekstase der Freude, Brüderlichkeit in den Umarmungen und dem am längsten anhaltendem Gefühl: Stolz. Wir, die Carbon Baskets spielen in der Saison 2017/18 in der Jugendbasketballbundesliga (JBBL).

Die Vorbereitung auf diese Unternehmung begann direkt im Anschluss nach der verpassten Qualifikation im vorherigen Jahr. Genauer gesagt schon in dem Moment als wir die Abschlussbesprechung in der Kabine hielten. „In diesem Moment sieht es für euch vielleicht nicht wie ein Erfolg aus, doch jeder von euch hat in dieser Saison und während dieses Turniers etwas sehr Wichtiges mitgenommen.“, waren damals die Worte, die durch die Kabine gesprochen wurden. Genau in diesem Moment war es vielleicht schwierig zu verstehen, was damit gemeint war. Die Spieler haben die Tragweite dieser Erkenntnis noch nicht gänzlich begriffen gehabt. Spätestens nach diesem Wochenende wussten sie wozu es gut war.

Dennoch bis zur Qualifikationsrunde 2017 war noch ein weiter Weg. Wir stellten uns die Frage: Was für eine Perspektive können wir unseren Spielern bieten? Aus welchen Fehlern können wir aus der vorherigen Saison lernen?

Die Antworten dieser Fragen lauteten: Wir werden mit der U16 in der Herrenkreisliga antreten, damit wir gegen körperlich stärkere Gegner spielen lernen. Wir wollen gegen die Bunker-Zone der Altherren unsere Passqualität und unsere Wurfqualitäten jenseits der 6,75-Linie verbessern. Und vor allen Dingen wollten wir nicht das Gefühl eines reinen Trainingskaders vermitteln, sondern schon früh anfangen mit den Carbons zu spielen. Damit wir uns optimal auf diese Herausforderung vorbereiten konnten, wurde eine zusätzliche Krafteinheit nach unserem Teamtraining am Freitag installiert.

Ein anderes Ziel war es die Regionalliga in der U16 zu dominieren und am Ende Erstplatzierter zu werden.

Außerdem wollten wir mit den Jungs vor dem 10./11.06.2017 selbst ein Turnier ausrichten oder an einem teilnehmen.

All diese Ziele haben viel Energie, Zeit und Planung in Anspruch genommen, aber wie ein großes Puzzle haben sich die Teile mit der Zeit ineinandergefügt. Natürlich gab es auch Rückschläge vor und während der Saison. Manche Spieler haben das Carbon-Team verlassen, andere haben ans Aufhören gedacht und wieder andere sollten von anderen Teams abgeworben werden. Ein harter Kern blieb zusammen und sich selbst treu. Dann kam unser Wochenende.

Freitagnachmittag verließen drei Busse mit 15 Spielern, einem Trainer und zwei engagierten Eltern aus Bochum die Rundsporthalle gen Langen.

Nach einem guten Abendessen und einer angenehmen Nacht verließen wir das Hotel in Richtung Halle. Der erste Gegner hieß DJK Nieder-Olm. Jener Konkurrent, der uns vergangenes Jahr die Qualifikation im Dreiervergleich gekostet hatte. Doch bevor die Partie losging, hatten die Eltern noch eine ganz spezielle Video-Botschaft an die Spieler. Mit Glückwünschen, motivierenden Tanz- oder Poolpartyeinlagen zollten eben jene Familienmitglieder und Freunde den Spielern Respekt dafür, was sie bis hierhin alles geleistet hatten.

Als um 12:45 Uhr Tip-Off war, wurde schnell klar, dass hier eine Mannschaft gegen einen herausragenden Einzelspieler spielt. Der Guard erzielte in der ersten Halbzeit 20 von 33 Punkten. Gabriel und Aaron, waren auf unserer Seite die, die offensiv dagegenhielt. Wir mussten etwas ändern und wollten den Ball aus den Händen der Nummer Sechs wissen. Felix nahm sich dieser defensiven Herausforderung als erster im Verbund von den anderen vier Spielern an. So konnten wir einen sieben Punkte Rückstand zur Halbzeit, in einen acht Punkte Sieg verwandeln.

Im zweiten Spiel war gegen die BIS Baskets aus Speyer nichts zu holen. Sie waren mit Abstand das beste Team dieser Qualifikation und gewannen dabei jedes Spiel mit mindestens 20 Punkten Unterschied. Dabei kamen auch wir unter die Räder.

Die Ausgangslage am nächsten Tag war identisch mit der im vergangenen: Du schlägst den vermeintlichst schwächsten Gegner und verlierst gegen den späteren Turniersieger. Jetzt musst Du am nächsten Tag das erste Spiel gegen den Gastgeber gewinnen und das letzte Spiel auch, um den Dreiervergleich zu umgehen. Eine Situation war dieses Jahr jedoch anders. Yannik Rupprecht, unser Co-Trainer musste sich am Samstag noch selbst auf einer Qualifikation mit der U14 behaupten. Sonntag war der energiegeladene und hochemotionale Coach wieder mit an der Seitenlinie.

Im Spiel gegen Langen waren beide Teams auf Augenhöhe. Basketball ist ein Spiel der Läufe und so kam es, dass wir den ersten für uns hatten und danach Langen am Drücker war. Doch 22 Punkte im finalen Abschnitt bescherten uns den Sieg und somit eine hervorragende Ausgangslage für unser letztes Spiel des Turniers.

Dieses Jahr sollte es kein Fragezeichen hinter dem vierten Spiel geben. Die Begegnung war zwar bis zur 30 Minute ausgeglichen, aber dieses Mal haben wir jeden Anflug von Hoffnung, Trier könne dieses Spiel noch drehen, im Keim erstickt. Sinnbildlich dafür eine Aktion von Luis in der er in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit den Ball verliert. Er sprintet hinterher, ein Carbonspieler und der 2,05 große Trierer Center folgen. Zuerst wird der scheinbar freier Layup noch gestört und danach schnappt sich Luis den Ball vor dem Hühnen aus Trier. Jeder hat für jeden gekämpft, jeder hat verstanden worum es in diesem Spiel ging. Auch oder gerade, weil man im Vorjahr eine so bittere Niederlage hinnehmen musste. Die Jungs wussten wie sich diese Situation anfühlt, in der sie gerade sind. Sie kannten die Gefühle, die auf sie nachher in der Kabine warten würden, wenn sie jetzt nicht alles auf dem Feld lassen. Am Ende konnte man hinter dieses Spiel ein Ausrufezeichen setzen.

Stolz. Es ist jetzt immer noch das Gefühl was den Tag bestimmt. Stolz auf jeden einzelnen dieser Spieler. Stolz darauf, dass sie sich das Recht in der JBBL zu spielen verdient haben. Stolz darauf, dass jeder gesehen hat wozu man imstande sein kann, wenn man ein gemeinsames Ziel hat. Wenn man an etwas glaubt. Wenn man dafür jeden Tag hart arbeitet. Wenn man vertraut und wenn man dabei geduldig bleibt.

Für Carbon spielten:

Aaron Erlenbruch (DJK Nieder-Olm 13 / BIS Baskets Speyer 0 / TV 1862 Langen 14 / Young Gladiators Trier 13)

Felix Krall (6 / 15 / 7 / 7)

Gabriel Zuczkowski (32 / 5 / 27 / 18),

Jakob Finkeldey (0 / dnp / 0 / dnp),

Luis Tomao (8 / 4 / 2 / 11)

Nils Kuhfuss (0 / 3 / 1 / 7)

Noel Guenat (dnp / 4 / 0 / 0)

Phil Kuhfuss (0 / 0 / dnp / 0)

Tim Müller (dnp / 3 / dnp / dnp)

Nils Kettling (0 / 0 / dnp / dnp)

Xalis Öztürk (0 / 2 / 0 / 8)

Ben Böther (3 / 0 / 6 / 2)

Danielius Brazdeikis (dnp / 0 / dnp / dnp)

Laurits Wilke (dnp / dnp / dnp / dnp)

Alexandros Garipis (dnp / dnp / dnp / dnp)

von Felix Engel
 
            
  
 
 
                          
 
 
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