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Derbyniederlage nach Verlängerung

Bundesliga

Die VfL SparkassenStars haben den Sprung in obere Tabellenregionen verpasst und die Hinrunde mit einer 81:88-Niederlage bei den Wohnbau Baskets Essen abgeschlossen. Dabei hatte das Team von Gary Johnson bei einer sieben Punkte Führung kurz vor Spielende alle Trümpfe in der Hand, ein überragender Montreal Scott brachte die Gastgeber aber doch noch zum Erfolg. Die Bestnoten bei den von zahlreichen lautstarken Anhängern begleiteten Bochumern verdienten sich Mark Gebhardt und Marco Buljevic.

Das Revierderby startete zunächst ausgeglichen. Der VfL nahm keine guten Optionen in der Offensive und hatte es in dieser Phase alleine Ashton Smith zu verdanken, dass ein 9:9 nach sechs gespielten Minuten von der Anzeigetafel leuchtete. Langsam fanden die Gastgeber ihr Händchen von der Drei-Punkte-Linie, die SparkassenStars hielten jedoch dagegen und eroberten sich durch einen Dreier von Marco Buljevic mit Ablauf des ersten Viertels eine 15:18-Führung. Das Spiel blieb zunächst weiter ausgeglichen, doch die Taktik die Essener freie Dreier werfen zu lassen zahlte sich nicht aus. Vier Essener Dreier stellten das Ergebnis auf 35:24 und der VfL geriet unter Zugzwang. Die Bochumer zeigten nun endlich die benötigte Aggressivität und arbeiteten sich wieder auf 37:32 heran. Die Essener konnten jedoch eine 43:38-Halbzeitführung behaupten.

Die zweite Halbzeit begann für den VfL denkbar schlecht. Gleich drei freie Dreier durfte Montreal Scott den Bochumern einschenken und die Wohnbau Baskets zogen auf 53:40 davon. Ashton Smith sorgte mit vier Punkte für den Anschluss, zwei Dreier von Marco Buljevic verkürzten den Rückstand auf 55:50. Niklas Meesmann und Alexander Angerer trafen zum 58:57 und der VfL war wieder in der Partie. Ein Fast-Break von David Stachanczyk brachte sogar noch die 58:59-Führung nach dem dritten Viertel. Bei dieser knappen Führung blieb es zunächst, auch weil die Bochumer an der Freiwurflinie Punkte verschenkten. Ein weiterer Buljevic-Dreier brachte dann die 63:68-Führung. Alex Angerer traf zwei von vier Freiwürfen und erhöhte auf 63:70. Vier Freiwürfe von Tufegdzich brachten das 67:70, doch der stark aufspielende Mark Gebhardt traf 1:42 vor dem Ende zum 67:74 und das Bochumer Schiff schien auf Kurs. Leider begann nun die Zeit des Essener Imports Scott. Zwei Freiwürfe traf er sicher zum 69:74, während Ashton Smith einen sehr wilden Wurf nicht verwerten konnte. Die Bochumer konnten auch kein Kapital aus einem Fehlwurf von Scott schlagen. Die Essener sicherten sich den Offensivrebound und verkürzten auf 71:74. Die Schiedsrichter sahen ein Offensivfoul von Alex Angerer, Scott verwarf jedoch und Mark Gebhardt sicherte sich den Rebound mit 32 Sekunden auf der Uhr. Die Bochumer vergaben jedoch leichtfertig den letzten Angriff. Keiner übernahm Verantwortung und am Ende stand ein Turnover des ansonsten überragenden Mark Gebhardt. Auch die Option zu foulen nutzten die Bochumer nicht und Scott traf einen Dreier traumhaft sicher zum 74:74 und damit zur Verlängerung.

Damit spielte er sich in einen Rausch, den die Bochumer nicht mehr kontrollieren konnten. Auch wenn nach einem Dreier von Marco Buljevic zum 81:79 noch mal Hoffnung aufkeimte, gehörte die Verlängerung leider eindeutig den Wohnbau Baskets, die sich damit auch den Derbysieg sicherten.

Die Statistik der Begegnung wird präsentiert von

jewo300

ETB Wohnbau Baskets Essen – VfL SparkassenStars Bochum 88:81 (15:18, 28:20, 15:21, 16:15, 14:7)

Es spielten: Beckmann, Smith (13/1), Buljevic (15/5), Meesmann (3/1), Engel (6), Gebhardt (13), Haucke (2), Angerer (12), Bals (6), Stachanczyk (4) und Roberts (7)

Bilder: GDFotography



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